Demo zum Bücherknast

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Gestern ging die Montagsdemo nach der Kundgebung direkt zum Bücherknast, in dem Herr Kefer, Technikvorstand der Deutschen Bahn, über das Thema "Wie geht es weiter mit S21" referierte. Während der Kundgebung bereiteten etliche von uns bereits die Bannermeile vor.

 

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Die Veranstaltung wurde von den Stuttgarter Nachrichten ausgerichtet und die Plätze dazu "verlost". Bei 300 Plätzen schaffte es ca. ein Dutzend K21-BefürworterInnen, Plätze zu ergattern.

 

Jetzt lasse ich die Demobilder für sich sprechen. Man beachte die "seelenvolle, warme, urbane und überaus grüne" Gestaltung des neuen Stadtbildes, das hier eingerichtet wird - mittlerweile ein sehr großes Viertel, das sich bereits die ganze lange Heilbronner Straße hinaufzieht und bald in Zuffenhausen angelangt ist. Seelenlose Versicherungs-, Banken- Autohäuser-Betonprunkbauten, tagsüber von Anzug- und KostümträgerInnen in der Mittagspause belebt, ab 18 Uhr abends menschenleer, dunkel. Im Sommer können Spiegeleier auf den Plätzen gebraten werden, im Winter pfeift der eiskalte Wind durch. Fehlt nur noch, dass da Gestrüppbälle durchtreiben. Dafür haben wir bereits jetzt schon dort hinten des Nachts frei- und samstägliche Vorglüher, die dann zur Disco wanken sowie aufgemotzte Autos, die dröhnend ihre Rennerles fahren. Die Stuttgarter Partyjugend entdeckt die Vorzüge des toten Viertels. 

 

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Warum immer dieser massive Polizeieinsatz sein muss, versteht niemand - außer vermutlich diejenigen, die das anordnen. Vielleicht geht es ja nicht nur darum, immer mehr offensichtliche Gruben in Stuttgart zu schaffen wie oben zu sehen oder bei der Parkbrache, sondern auch darum, den Graben zwischen den Stuttgarter BürgerInnen zu erweitern und zu vertiefen? Denn schau mal an...  wer sich - wie viele andere bekannte Gesichter in den letzten zwei Jahren auch - durch die DemonstrantInnen getraut hat und trotz der bewusst negativen Schlagzeilen über die entsetzlich bösartigen Parkschützer völlig unbeschadet am Ziel ankam und wohl auch selber kein Problem damit hatte:

 

OB-Kandidat Turner inmitten der "radikalen" Parkschützer

 

Weitere Fotos über die Kundgebung und Demo gibt es bei  Reporter der Straße

und bei Schäferweltweit

 

Bericht des Veranstalters über die Vorträge: Stuttgarter Nachrichten

 

Kaum hat man sich begrüßt, kommen die vier Herren auf der Bühne zur Sache. Zwei Turmfalken brüten auf der Alten Bahndirektion und verhindern deren Abriss. Auch beim Juchtenkäfer und den Fledermäusen sah die Bahn nicht gut aus. „Haben Sie den Naturschutz nicht im Griff“, will Jörg Hamann, Leiter der Lokal- und Regionalredaktion, wissen. „Nein“, kontert Volker Kefer, Technik- und Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn AG. Von Pleiten, Pech und Pannen könne keine Rede sein. „Wir lösen Probleme in der Reihenfolge, in der sie auftreten – wie beim Knödelessen, einen nach dem andern“, erklärt Kefer, ganz Bayer.

 

Wenn im Fildertunnel Wasser in den Anhydrit fließen sollte, quelle der auf wie ein Hefekuchen. „60 Prozent mehr Volumen sind eine ganze Menge“, sagt Wittke, und zeigt die Grenzen des Ingenieurbaus auf: „Sie können keine Betonschale bauen, die diesen Druck aushält.“ Also darf zum Anhydrit schlicht kein Wasser. Eine doppelte Abdichtung, „Gürtel und Hosenträger“, samt Kontrolldrainage seien die „solide Grundlage für den Entwurf“, vertraut Wittke auf das Hirnschmalz seiner Zunft.

 

Gürtel und Hosenträger. Dann können wir ja sicher sein, dass sich die Hose nicht irgendwann um die S21-Füsse kringelt und zu peinlichen, bösen Stürzen führt.

 


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