Zum Thema Lebensverachtung

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der Verantwortlichen von Projekten ein paar Filmchen, die ich diese Woche so eingesammelt habe. Nur eines hat direkt mit Stuttgart 21 zu tun, deshalb stelle ich das Ganze auch unter die Rubrik "Allgemein". Gerade den letzten Film, den ich bei Kiat gesehen habe, moechte ich  besonders ans Herz legen, denn er zeigt uns die Folgen des Groessenwahnsinns, zu dem Menschen faehig sind.

 

Beim ersten Film geht es um den Wassereinbruch der Tuerlenstrasse in Stuttgart. Ich denke nicht, dass die Baustelle etwas mit Stuttgart 21 zu tun hat, aber es geht um Untergrundbewegungen, die ein Rohr haben platzen lassen. Eher amuesant fuer die Anwohner wie zu hoeren ist, dennoch ist es erneut ein Warnzeichen fuer den geplanten Tiefbahnhof.

 

Regio-TV: link

 

Der zweite Film von Attac ist eher zum Laecheln - aber nur in den ersten Sequenzen, denn schnell wird klar, um was es geht:

 

YouTube/AttacD - Jenseits des Wachstums - der unmögliche Hamster


 


 


Der letzte handelt von einer Autofahrt in Fukushima direkt zu dem zerstoerten AKW. Verlassene Ortschaften, leere Strassen, zurueckgelassene Hunde, grasende Herdentiere, riesige Loecher in den Strassen, die ein Durchfahren unmoeglich machen. Das alles begleitet vom Ticken und Piepsen des Geigerzaehlers im Auto. Es sieht aus wie ein gespenstischer Ausschnitt aus einem Weltuntergangs-Spielfilm, aber es ist real.

 

YouTube/videonewscom - Inside report from Fukushima nuclear reactor evacuation zone

 

 

 


 

 

 


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Ingrid 05/01/2011 23:38


Der Hamster-Film ist herrlich gemacht und bringt kurz und knapp die Botschaft auf den Punkt: es gibt kein endloses Wachstum - einerlei, was Wirtschafts- und Finanz"experten" uns eintrichtern
wollen.

Beim Fukushima-Film mußte ich sofort an "Die Straße" denken. Ein Endzeit-Roman von Cormac McCarthy, der 2007 völlig verdient (wenigstens nach meiner Meinung) mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet
wurde.

Die Handlung: ein Vater zieht mit seinem Sohn durch das völlig verwüstete Amerika in Richtung Küste. Was dem Land widerfahren ist und was der Vater hofft, an der Küste zu finden, bleibt
ungeklärt.

Beim Lesen bilden sich sehr eindrucksvolle, beklemmende Bilder im Kopf - aber es gibt auch Momente von solcher Schönheit, dass einem förmlich der Atem stockt.

Ein unbedingt empfehlenswertes Buch, das man allerdings nicht gerade dann lesen sollte, wenn die Stimmung ohnehin etwas trübe ist.


stuttgart-steht-auf 05/02/2011 00:11



Der Fukushimafilm ist tatsaechlich sehr bedrueckend. KeineR von uns haette so etwas vor einigen Wochen fuer moeglich gehalten. Danke fuer den Buecher-Tipp!