Zusammenfassung Infos

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Es hat sich viel getan die letzten ein, zwei Wochen.

 

Aber zunaechst die wichtigsten Infos ueberhaupt: Heute Abend 18.00 Uhr Montagsdemo, Schillerstrasse. Es sprechen Walter Sittler und Klaus Arnoldi vom VCD. Die musikalische Untermalung kommt vom Parkorchester Compagnia Sackbahnhof.

 

Plant bitte jetzt schon die Grossdemo mit Menschenkette am 9.7.2011, 14.30 Uhr am Bahnhof ein mit den Reden von Dr. Brigitte Dahlbender, Heinrich Steinfest und Volker Lösch. 

 

Zur Blockade, Montagsdemo und anschliessender GWM-Besetzung  (Grundwasser"managment") verweise ich auf meinen Bericht dazu:

 

18 Stunden am sogenannten Grundwassermanagment

 

Aus Bei Abriss Aufstand:

Presseerklärung Ingenieure: Erneuter Verstoß gegen Planfeststellungsbeschluss   link

 

Bahn will Grundwasser als braune Rostbrühe in den Boden leiten

Stuttgart, 26. Juni 2011: Die Innenrohre der vor zehn Tagen auf dem GWM-Gelände angelieferten „blauen Rohre“ bestehen aus gewöhnlichem Baustahl St 37, ohne jeglichen Korrosionsschutz auf der Innenseite. D.h. sie rosten schnell und sind vollkommen ungeeignet für die vorgesehene Ableitung von Grundwasser; erste Rostspuren konnten am Montag Abend bereits festgestellt werden. Die Bahn verstößt damit gegen eine ausdrückliche Forderung des Planfeststellungsbeschlusses. Dort heißt es in 1.1, S. 60, Abschnitt 7.1.10 Baumaterialien: „Baustoffe bzw. Baumaterialien, die bauzeitlich oder dauerhaft im Kontakt mit dem Grundwasser stehen [...], müssen grundwasserverträglich sein. [...]“ Das gesättigte Grundwasser würde auf dem Weg durch diese Rohre in eine rostig-braune Brühe verwandelt, die dann in den Boden reinfiltriert würde. Solche Rohre dürfen im Grundwassermanagement nicht verbaut werden!

„Am 27. Mai hat der Bahn-Konzernbevollmächtigte für S21, Herr Fricke, im Rathaus erklärt, ein innerer Korrosionsschutz für die Rohre sei selbstverständlich vorgesehen“, sagt Dipl.-Ing. Hans Heydemann von den Ingenieuren gegen Stuttgart 21. „Das war eine dreiste Lüge: Schon nach wenigen Tagen unter freiem Himmel rosten die Rohre innen. Das ist ein klarer Verstoß gegen den Planfeststellungsbeschluss, aber es passt ins Bild: Rohre aus grundwasserverträglichem rostfreien Stahl würden mindestens das doppelte kosten. Da pfuscht die Bahn lieber und gefährdet damit Grund- und Mineralwasser ebenso wie Passanten. Schon nach drei bis vier Jahren würden die hoch aufgeständerten Rohren durch den Materialabtrag instabil und könnten zusammenbrechen. So darf nicht weiter gebaut werden; dafür hat die Bahn kein Baurecht! Das muss Peter Ramsauer als verantwortlicher Verkehrsminister durchsetzen. Der Einbau dieser Rohre muss verhindert werden.“

Sauerstoffhaltiges Wasser greift ungeschützte Eisenwerkstoffe an und zerstört sie in kurzer Zeit durch Eisen-Sauerstoff-Korrosion (Rostbildung). Durch die Durchströmung mit sauerstoffgesättigtem Grundwasser würden aus dem geplanten 17 km langen Rohrleitungsnetz jährlich etwa 33 t Eisen ausgespült.

Das durch den Rost in seiner Zusammensetzung stark veränderte Grundwasser dürfte so nicht wieder in den Untergrund eingeleitet werden! Ein lang andauernder Eisenoxid-Eintrag in den Untergrund hätte unabsehbare Folgen für den Bio-Chemismus des Bodens und verstößt gegen grundlegende wasserrechtliche Vorschriften. Auch das Mineralwasser wäre in seiner Zusammensetzung gefährdet, denn es bestehen Verbindungen zwischen Grund- und Mineralwasser. Das musste inzwischen auch die Bahn anerkennen.

Durch die ständige Innenkorrosion wäre die Wanddicke der Rohre nach schätzungsweise 3 bis 4 Jahren so weit abgebaut, dass die Rohre ihre Tragfähigkeit verlieren würden. In den selbsttragenden Abschnitten mit teilweise mehr als 6 Meter Spannweite könnten die Rohre dann unter ihrem Gewicht mit Wasserfüllung zusammenbrechen. Dadurch könnten Personen gefährdet werden!

 

 

Allgemeines 1285

 

Verkehrsminister Hermann: Deutsche Bahn will Öffentlichkeit manipulieren   link

 

Hermann wirft Bahn Foulspiel bei Stuttgart 21 vor   link

Das, was nun als angebliches Ergebnis des Stress-Tests bekanntgeworden sei, sei nicht das Ergebnis, "das ist durchgesickerte Bewertung seitens der Bahn", sagte der Grünen-Politiker. Am Wochenende hatten mehrere Medien aus dem Umfeld der Bahn berichtet, der Stress-Test sei bestanden.

Der Stress-Test sei erst gültig, wenn überprüft worden sei, dass "in guter Qualität die Züge fahren", betonte Hermann. Das aber sei noch nicht geschehen. Zudem sei eine zweite Bedingung, dass sich die Bahn in Hinblick auf Stuttgart 21 nicht selbst ein Zeugnis ausstelle, sagte Hermann. Das müsse ein unabhängiger Gutachter tun.


 

Unschoen, was dradio ueber den letzten Montag sagt, weils so nicht stimmt und die bereits bekannten Informationen ueber Zivilbeamte und Provokateure fehlen, aber ansonsten eine recht gute Stellungnahme zur Bahn und ihrer Taktik: link

 

Stresstest: Aus 54 Zuegen, die der jetzt! bestehende Kopfbahnhof in Spitzenstunden leisten kann, werden laut Bahn und der dazu herausgegebenen unkritischen Pressemeldungen ohne Not 37 gemacht und selbst das erst nach der Modernisierung des Bahnhofs. TAZ dazu heute: link

 

Die Bahn hatte die Abläufe im künftigen Bahnknoten Stuttgart monatelang am Computer simuliert. Aufgabe des Stresstests war es, zu ermitteln, ob in dem Tiefbahnhof in der Spitzenstunde 49 Züge abgefertigt werden können. Bei einem modernisierten Kopfbahnhof wären es 37.

 

Siehe hierzu aber Stellungnahme der SPD - Mitglieder gegen Stuttgart 21 link

 

Konkret: Der derzeitige Kopfbahnhof hat eine Kapazität von 54 Zügen für die Spitzenstunde – bei guter Betriebsqualität. Fahrplanbedingt ist der Bahnhof aktuell aber nur mit 37 Zügen belegt. Nach dem Schlichterspruch muss der Tiefbahnhof 30% mehr Kapazität für die Spitzenstunde zur Verfügung stellen, also 70 Züge. Das erstaunliche ist nun, dass die Bahn AG es geschafft hat vorzugaukeln, 37 Züge seien die “Spitzenkapazität des Kopfbahnhofs“. Damit müsse der Tiefbahnhof nur 49 Züge schaffen – was auch mit Hängen und Würgen auf dem Papier zu machen wäre. Sogar engagierte Gegner des Tiefbahnhofs sind auf diese “49 Züge“ als „politisch anerkannt“ hereingefallen. Nicht nur die Gegner des Tiefbahnhofs sollten sich dafür einsetzen, dass der Stresstest ordentlich mit 70 Zügen Spitzenkapazität also ohne die Manipulationen eines Herrn Grube durchgeführt wird.

 

Eine Dreistigkeit mehr in dem mittlerweile voellig unuebersichtlichen Chaos von Un- und Halbwahrheiten sowie der Intransparenz, mit denen die Bahn versucht, ein voellig sinnfreies Milliardengrab in Stuttgart durchzusetzen. Einen zweiten Stresstest zum Kopfbahnhof wurde von seiten der Bahn vehement abgelehnt. Stuttgarter Zeitung vom 19.6. link

 

 

Wir erinnern uns, dass die Bahn vor einiger Zeit gefordert hat, dass die Regierung Kosten ohne Nachweise zu akzeptieren hat. Welt online am 10.6. dazu:  Grüner Verkehrsminister wirft Bahn Erpressung vor link

 

Der Streit um Stuttgart 21 eskaliert. Verkehrsminister Hermann greift die Bahn an. Sie habe mit "immensen Kosten" gedroht.

Im Streit um die Verlängerung des Stuttgart 21-Baustopps hat der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bahn erhoben. Hermann sagte nach einer außerordentlichen Sitzung des Lenkungskreises in Stuttgart, man habe sich in „zentralen Fragen“ nicht geeinigt. Die Bahn habe nicht nachgewiesen, welche Kosten ihr durch eine Verlängerung des Bau- und Vergabestopps tatsächlich entstünden.

Focus am 21.6.: BUND stellt Eilantrag gegen Weiterbau von Bahnprojekt

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Baden-Württemberg hat beim Verwaltungsgericht (VG) Stuttgart eine einstweilige Anordnung gegen den Weiterbau des Bahnprojekts Stuttgart 21 beantragt. Der Eilantrag richtet sich gegen das Eisenbahn-Bundesamt. Es soll der Deutschen Bahn anordnen, alle weiteren Baumaßnahmen mit sofortiger Wirkung zu untersagen, wie BUND-Landesgeschäftsführer Berthold Frieß am Dienstag sagte.

Die Bahn habe vor wenigen Tagen die Bauarbeiten wieder aufgenommen, ohne die Genehmigung der beantragten Änderungen am Grundwassermanagement abzuwarten. Vor kurzem war bekannt geworden, dass die Deutsche Bahn fast die doppelte Menge Grundwasser bei den Bauarbeiten abpumpen will. Als Grund wurde genannt, dass der Untergrund im Umfeld der Baugrube durchlässiger sei als bisher angenommen. Ob es hierfür allerdings eine rechtliche Grundlage gibt, ist umstritten.


"Rangelei mit Polizisten unangemessen?" meldet Bei Abriss Aufstand:


 

Es ist schon erstaunlich, dass das Video von der Rangelei mit dem Zivilcop auf YouTube ständig als "unangemessen" gemeldet wird. Im Endeffekt ist das eine ziemlich effektive Zensur, weil man das Video dann nämlich erst sehen kann, wenn man angemeldeter YouTube-Benutzer ist. Und wer macht sich schon die Mühe?

Wir haben das Video deshalb wieder hoch geladen und möchten euch bitten, es uns gleich zu tun. Wer das Video zum Hochladen haben will, zieht es entweder mit Hilfe z.B. des Firefox-Plugins VideoDownloadHelper oder meldet sich bei info (ät) bei-abriss-aufstand (pünkt) de.

 

Noch ein Tipp: bei YouTube gemeldete ("geflaggte") Videos könnt ihr auch anschauen ohne angemeldet zu sein, wenn ihr aus einer URL wie dieser:
http://www.youtube.com/watch?v=a95XOs328BQ
eine solche macht:
http://www.youtube.com/v/a95XOs328BQ
Fast zu einfach, ne? ;-)

Update: schon wieder als unangemessen gemeldet. Meh. YouTube nervt! Ich hab das jetzt bei Vimeo hochgeladen, vielleicht bleibts da länger für alle sichtbar.

 

Das erinnert sehr an die Wochen nach dem 30.9.2010, als viele Videos bei YouTube verschwunden sind. Da fragt sich doch, wer in diesem Zusammenhang Interesse daran hat, Wahrheiten zu deckeln.

 


 


 


 


 

 

Veröffentlicht in Protest-Infos

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Kiat Gorina 06/27/2011 23:28


Das mit den Rohren ist eine Riesensauerei! Im wahrsten Sinne des Wortes! Es zeigt auch, dass es gar nicht um die Gesundheit der Bevölkerung geht. Dabei ist das wieder einmal sehr kurzsichtig
gedacht: Wenn das Grundwasser in Stuttgart versaut ist, werden viele Menschen kank! Und die können dann nicht mehr einkaufen?! Dann gibt es bei den Investoren Heulen und Zähneklappern!


stuttgart-steht-auf 06/27/2011 23:44



Dann gibts halt ein paar teure Apotheken mehr, die werden ja gebraucht. Aber es ist wirklich kurzsichtig, wie so vieles anderes, was sie tun oder eben auch nicht tun. Hier gehts vermutlich nur
darum, Kosten zu sparen, damit sie die Grenze nicht sprengen.