Bonatzbau: Bahningenieure sehen Risiken
Nachdem nach der Landtagswahl die Deutsche Bahn einen Bau- und Vergabestopp bis Mai verhaengt hat, um ein "Signal" fuer die gruen-rote Landesregierung zu setzen (was vor der Wahl wegen explodierender Kosten angeblich nicht moeglich war), kommt heute erneut Bewegung in den Dampfdrucktopf Stuttgart 21. Die Ventile oeffnen sich und das Pfeifen ist unueberhoerbar.
Laut Stuttgarter Zeitung, der Informationen zu bahninternen Dokumenten vorliegen, gab es ganz andere Gruende fur den Baustopp. Danach warnt die Firma Wolff und Mueller vor statischen Problemen fuer den Bonatzbau, sollte die Entwurfsplanung fuer die Technikzentrale so umgesetzt werden wie geplant. 49 % soll das Risiko fuer moegliche Senkungen oder Schlimmeres betragen, so die Ingenieure der DB Projektbau. Zitat StZ: " "Das ist so, wie wenn der Salat für 1,99Euro angeboten wird", spöttelt ein kritischer Bahnexperte." Mehrkosten fuer die dann noetigen Stabilisierungen sind wohl nicht im Risikodossier enthalten.
Laut diesen Papieren wurde der Nordfluegel zu frueh abgerissen, aufgrund dessen sich ein vorgezogener Baubeginn des Techniksgebaeudes und Grundwassermanagments ergab bzw. ergibt. Auch hier sind laut Planung Mehrkosten von 600.000 Euro moeglich.
Wolff und Mueller schaetzen die Lage als so ernst ein, dass sie sich offen halten, ob sie sich erneut um Auftraege beim Projekt Stuttgart 21 bewerben. Sie sehen fuer sich die Gefahr des "Verhebens".
Die Infos und Zitat entstammen der Stuttgarter Zeitung: link