Ein Zelt wandert über die Schillerstraße - die Mahnwache zieht um
Trotz des wunderbaren Wetters und des verlängerten Reise-Wochenendes kamen gestern etliche HelferInnen, damit die Mahnwache an den mit der Stadt vereinbarten Standort umziehen konnte. Die Lokomotive sorgte trommelnd für gute Stimmung, als das Zelt über die Schillerstraße schwebte, alle mit Kisten, bepackten Sackkarren und Fahrrädern hinterher marschierten und das Ganze wieder am neuen Standort in der Nähe des Crepes-Standes am Anfang der Königstraße aufgebaut wurde - direkt mit der kompletten malträtierten Bahnhofskulisse im Hintergrund.
Die Mahnwache stand seit 17.7.2010 am Nordausgang, also nunmehr seit bald zwei Jahren.
Die Mahnwache am Nordflügel - der Fels in der Brandung
Wir warten noch immer auf den Eintrag im Guinessbuch der Rekorde, denn das dürfte einmalig sein, dass eine Mahnwache über einen so langen Zeitraum tags und nachts rund um die Uhr ohne Pause immer mit dreifacher Besetzung betrieben wird, dank mehrerer hundert Leute, die in zwei- bis sechsstündigem Schichtbetrieb neben Arbeit, Familie, Hobbies und sonstiger Tätigkeiten - immerhin gibts entgegen der Hetzereien mancher Befürworter für uns alle durchaus ein Leben neben dem Protest :) - die Mahnwache aufrecht erhalten, informieren, organisieren, aber leider auch viele unterirdische Beleidigungen und Angriffe von S21-Befürwortern und Aufgehetzten über sich ergehen lassen mussten. Tausende Betrunkene zogen vorbei, mit und ohne Lederhosen und Dirndl, Reisende aus anderen Städten und Ländern diskutierten mit uns, das Mahnwachengärtchen wurde gepflegt und gegossen, es war heiss und regnete, stürmte, donnerte und hagelte, schneite, gefror und taute wieder. Das zweijährige Mahnwachenfest ist bereits in Planung.
Nun gehts weiter am neuen Standort heissen Zeiten entgegen. Wir werden sehen.

Eine sehr ausführliche Foto-Slideshow vom Umzug gibts von
und einen Film dazu von Fluegel-TV
Weiterer Blogbericht mit Bildern von Bodenfrost