TODGESANG
Ein Gästebeitrag mit Fotos von GEG, der gestern bei dem Protestschweigemarsch dabei war:
TODGESANG
Am Freitag 19.08.2011 gegen ca. 16.00 Uhr geleiteten ca. 300 S21-Gegner die Pressefreiheit zu ihrer letzten Ruhestätte vor der Staatsanwaltschaft Stuttgart.
Grund war die unverhältnismäßige und völlig überzogene Hausdurchsuchung der Sta. Stuttgart am Freitag vor einer Woche bei den Cams21-Internetreportern. Dabei wurde willkürlich Videomaterial und Teile der technischen Ausrüstung beschlagnahmt. Die Aktion der Sta. Stuttgart war Teil einer eventuellen Serie von Einschüchterungsversuchungen und Kriminalisierungstrategien gegen S21-Gegner und die sie begleitende freie Presse. Freie Berichterstattung und Videodokumentation findet in Stuttgart bei den entsprechenden Dienstellen nicht die gewünschte Zustimmung. Genau von diesen Internetreportern könnten nämlich Aufnahmen von elementarer Bedeutung gemacht werden, die die eingesetzten Beamten bei ungerechtfertigten Vorgehensweisen zeigen und somit eine Beweisführung der Demonstranten sichern würden. Auch hierdurch soll der Widerstand gebrochen werden.
Eine ähnliche Aktion war vor Wochen schon im Parkschützerbüro in der Uhlandstraße vorgefallen. Die ortsansässigen Medien hatten sich darauf wie wild gewordene Hyänen gestürzt und sie im üblichen Tenor der Stuttgarter Hofberichterstatter kommentiert. Das Ziel ist, bei weniger mit dem Thema befassten Bürgern den Eindruck zu erwecken, was für kriminelle Subjekte hier in Stuttgart den Frieden stören und für Aufruhr sorgen. Die mit Kalkül erzeugte Langzeitwirkung mit Negativcharakter ist gewollt um bei Bürgern Stuttgarts ein Negativimage des S21-Widerstands zu vermitteln. Die Stimmung soll auf jede erdenkliche Art gekippt werden.
Aus diesem Grund fand heute dieser Protestschweigemarsch zur Sta. Stuttgart statt. Protestiert wurde damit gegen das Vorgehen der freien, unabhängigen Presse. Bei schönem Wetter führte der Protestzug von der Nordflügelseite des Hbf´s durch den Hbf in den Schlossgarten und von dort zum Neckartor und schließlich vor das Dienstgebäude der Sta. Stuttgart in der Neckarstraße. Dort wurde der Sarg mit Kranz niedergelegt, eine Schweigeminute verordnet und eine kurze Rede gehalten. Demonstranten skandierten „wir lassen uns nicht kriminalisieren“ und „Häussler weg“. Gemeint war Bernhard Häussler, der Oberstaatanwalt der Sta. Stuttgart, der mit schöner Regelmäßigkeit genüsslich in Schauprozessen angeklagte S21-Gegner zu Geldstrafen verurteilt.
Der gesamte Verlauf und auch die Niederlegung des Sarges und des Kranzes verliefen friedlich und störungsfrei.
Vielleicht richtet Oberstaatanwalt Häussler ja die Soko Sarg bei der Sta. Stuttgart ein, um den Verantwortlichen nun neue Straftaten anhängen zu können.